Aktuell sieht es so aus, also ob sich das flache und minimalistische Design in der HMI-Gestaltung auf breiter Front durchgesetzt hat. Rechteckige Formen mit Kante und klarer Typographie dominieren. Sie haben das sogenannte Skeuomorphe Design, wie es lange Zeit von Apple zelebriert wurde, verdrängt. Mit iOS7 hat Apple sein Gestaltungskonzept des Nachahmens realer Gegenstände nun auch zu Grabe getragen. Vorreiter des neuen Minimalismus war interessanterweise Microsoft mit dem damaligen Metro-Design, welches nun in Windows 8 ausgerollt wurde. Android hat ab Version 4 nachgezogen und nun auch Apple.

Ist das minimalistische Design nun ein Vorteil? Ganz klar, diese Designsprache wird von vielen Nutzern als moderner und frischer bewertet. Die HMIs wirken sehr aufgeräumt und signalisieren eine einfache Bedienung. Auch für die Entwickler bietet das flache Design Vorteile. Inhalte lassen sich viel einfacher auf verschiedene Zielsysteme anpassen, die Implementierung ist weniger komplex und Ladezeiten verkürzen sich.

Aber mit dem minimalistischen Design geht auch einiges verloren. Bedienelemente sind schwerer erkennbar. Der Nutzer kann seine Erfahrungen aus der ihn umgebenden physikalischen Welt nicht so ohne weiteres auf die Interaktion in der virtuellen Welt übertragen. Das minimalistische Design macht es Designern auch schwerer eine eigenständige visuelle Gestaltung für die HMI zu entwerfen.

Letztendlich muss jeder Hersteller seinen eigenen Weg finden. Aber gerade beim minimalistischen Design sind die User Interface Experten und Designer besonders gefragt.

Anbei noch einige Links zum Vertiefen des Themas